Teil III - Akupunktur beim Pferd

Teil III - Akupunktur beim Pferd

Akupunktur beim Pferd - kleiner Stich mit großer Wirkung

Organe in der TCVM. In der westlichen Schulmedizin werden die Organe in Begriffen ihrer anatomischen Struktur und physiologischen Funktion erklärt. In der TCVM dagegen erfolgt die Annäherung an die Körperfunktionen auf andere Weise. Sie kennt keine Anatomie in unserem Sinne, irreführenderweise jedoch Organbezeichnungen. Ein chinesisch arbeitender Therapeut spricht sehr wohl von beispielsweise Herz, Milz, Lunge, Niere oder Leber, gemeint sind aber die Organe als funktionelle Einheiten, die sogenannten Funktionskreise, mit viel umfassenderer Bedeutung und Anwendung.
Jeder Funktionskreis hat ganz bestimmte Aufgaben und stellt sich in einem ihm entsprechenden Gewebe dar, hat eine bestimmte Affinität, eine Zuordnung zu einer körperlichen Funktion, einer Emotion, eines pathogenen Faktors, eines Geschmacks oder auch einer Farbe. Die Funktionskreise bedingen sich gegenseitig und dies führt zur Aufrechterhaltung des für den Organismus unabdingbaren dynamischen Gleichgewichts.

 

Erhaltung der funktionellen Harmonie – Die Regulation
Hauptanliegen in der TCVMist die Wiederherstellung und Erhaltung der allgemeinen Harmonie aller Körperfunktionen. Hierzu gehören alle Aspekte des Lebens, egal ob wir nun körperliche Symptome oder psychische Veränderungen betrachten. Die Akupunktur gehört zu den Regulationstherapien und bereits kleine Abweichungen vom Bekannten werden als eine Disharmonie betrachtet. Vielleicht ist das Pferd müder als sonst, ist unerwartet schreckhaft, hat schlechte Laune oder ist zu übermütig. Durch die Akupunktur können diese kleinen Störungen bereits behoben werden, bevor das System aus den Fugen gerät und Krankheit entsteht. Der Ansatzlautet: Prävention vor Therapie.

Für Gesundheit und Wohlbefinden des Pferdepatienten kommt dem Gleichgewicht zwischen Yin und Yang, den 5 Elementen sowie dem freien Energiefluss des Qi auf seinen Energie-Leitbahnen herausragende Beachtung zu. Die Akupunktur hilft, das Gleichgewicht wieder herzustellen und damit die Krankheit zu überwinden.

Wie jede andere Heilmethode auch kann die TCVM nur regenerierbares Gewebe wieder heilen. Der Körper muss noch in der Lage sein, diese Störungen wieder zu beheben. Zerstörte Strukturen können nicht wiederhergestellt werden. Dennoch kann die Akupunktur auch bei chronischen Krankheiten Erleichterung schaffen, indem der übrige Körper gestärkt wird und das Pferd somit besser mit dem Krankheitsgeschehen zurechtkommt.

 

Die Tierheilpraktikerin Anja Neff ist mit Ihrer mobilen Praxis vorwiegend in Franken unterwegs, rund um die Städte Bamberg, Haßfurt, Schweinfurt, Würzburg. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt in der Akupunktur, der Blutegeltherapie sowie der unabhängigen Futterberatung für Pferde.

 

Text und Fotos: Anja Neff

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